Mit der Gründung von „Casa de Vida“ wollen wir den „öffentlich“ Raum in der Stadt wieder für kreative Projekte zugänglich machen. „Casa de Vida“ Soll ein loses Kollektiv, bestehend aus verschiedenen KünstlerInnen, SprayerInnen, Frei-Geister und Leuten sein, die sich für eine gelebte Stadt einsetzen.
Beweglich, innovativ, kreativ, dreckig, farbig, abstrakt und rebellisch wollen wir diese Stadt gestalten und leben – es geht darum Kritik zu üben. Kritik an den herrschenden Verhältnissen, die unsere Stadt für sich alleine beanspruchen und ihn ihr ausschliesslich ein zu vermarktendes Kapital sehen das in steriler Kälte im morgendlichen Nebel der Unlust und Anonymität versinkt.
Wir wollen und können nicht akzeptieren, dass im öffentlichen Raum ausschliesslich präsent sein darf, wer dafür genügend bezahlt. Wir wollen der optischen Umweltverschmutzung durch die Werbung, die immer mehr öffentlichen Raum kommerzialisiert und uns ununterbrochen mit Konsumbefehlen bombardiert, Arbeiten und Aktionen gegenüberstellen, die sich mit der Stadt als Lebensraum auseinandersetzen. Wir wollen Alternativen zum alltäglichen Einheitsbrei aufzeigen.
Dabei kommen wir gewollt und ungewollt in Konflikt mit den Interessen des Vereins „Casa Blanca“. Dieser will – unter dem Dogma des Neoliberalismus – eine sterile, anonyme, tote einzig auf wirtschaftlichen Profit ausgerichtete Innenstadt, in der „mit vereinten Kräften“ gegen „Verunstaltungen und Schmierereien“ vorgegangen wird. Die Umsetzung dieser Ziele geht praktischerweise einher mit massloser Repression, gegen die kreative Arbeit: DNA-Entnahme, Hausdurchsuchungen, Fichirungen, (lange) Untersuchungshaft etc.
Unseren Arbeiten sollen das positive Bewusstsein für Kunst im öffentlichen Raum stärken. Wir wollen:
- Mit gezielten Aktionen dem Verein Casa Blanca die Legitimation entziehen.
- Das Bewusstsein für Street-Art schärfen und dessen Akzeptanz fördern.
- Dass Bern eine kreative und gelebte Stadt wird.
- Casa Blanca abschaffen!
FÜR EINE KREATIVE, SELBSTBEWUSSTE UND GELEBTE STADT!







